Arbeit

Die Lüge mit der Arbeit

Was ist deine (beste) Ausrede?

Wer hört sie nicht, die Aussage, dass jemand arbeiten muss?! Ich möchte mal behaupten, dass es sich hierbei sehr oft um eine Ausrede handelt. Und ich frage mich in diesem Fall:

Von wem oder was möchte sich diese Person ablenken?
Warum schüttet sich dieser Mensch mit vermeintlich ultradringenden To Do’s zu?
Aus welchem Grund vergräbt er sich unter Bergen von Arbeit?
Wozu diese leidenschaftliche Hingabe zur Abhängigkeit?

Ist es, weil dieser Mensch seinen Selbstwert steigern möchte? Weil er sich Anerkennung wünscht? Weil er sich ein Lob erhofft? Weil er glänzen möchte durch den Ruhm seiner Leistung? Was genau steckt dahinter? Was steckt hinter dieser aufopfernden Rolle des Arbeitstiers?

Entschuldige bitte…

Es ist nicht einfach, diese Fragen zu beantworten. Und vielleicht gelingt es dir zunächst auch gar nicht dir einzugestehen, dass du genau dort gefangen bist?! Dass auch du immer und immer wieder zu dieser Ausrede greifst, um eine Entschuldigung zu finden. Eine Entschuldigung dafür, dass du nicht mit deinem Leben auseinandersetzen musst.

Lass uns das einmal genauer betrachten: Du redest dich aus Situationen heraus, weil du noch jede Menge Arbeit zu erledigen hast. Gut, dein Gegenüber wird das irgendwie und schon irgendwie ans Ziel kommen. Entweder er frägt jemand anderen, oder er hilft sich selbst, oder oder oder… Der Punkt ist: Diese andere Person wird weiter gehen und sich zu helfen wissen.

Die Person die jedoch zurück bleibt, die sprichwörtlich auf der Strecke bleibt, wirst du selbst sein. Du wirst dich weiter und weiter in deinem Arbeitsrad drehen und Druck und Stress und Demotivation empfinden. Immer in der Hoffnung oder dem Verlangen nach Bewunderung und Anerkennung. Oder der unbewussten Feigheit, sich nicht dem eigenen Leben zu stellen (Denn es könnte ja unangenehm werden…).

Mach dich frei!

Gleichzeitig verschließt du dich dadurch der Möglichkeit, die Schönheit deines Lebens, die Kraft deines Potenzials und die Energie deiner Freiheit zu erkennen.

Es mag nicht einfach sein, sich die Fragen zu stellen und vor allem auch zu beantworten:

Für wen tu ich das?
Für wen opfere ich mich auf?
Für was setze ich meine Gesundheit aufs Spiel?

Dennoch bieten sie dir die große Chance zu reflektieren, welche Rolle Selbstfürsorge in deinem Leben spielt und wieviel du davon aufrichtig betreibst. Und dieses Reflektieren wird dir dabei helfen zu erkennen, was sich wirklich für dich lohnt und ob all die Arbeit immer sein muss. Du kannst Achtsamkeit für dein Handeln entwickeln und herausfinden, ob dir eine Aufgabe wirklich Spaß macht und dir Freude bereitet, oder ob du damit anderen einen Gefallen tust.

Du kannst irgendwann auch mal auf die Idee kommen dich zu fragen, wie oft du selbst in der Vergangenheit die Ausrede warst! Eventuell kommst du auch zur Erkenntnis, dass es viel zu selten vorkam! Oder du entdeckst die Frage: Wann möchte ich selbst die Ausrede sein?

Geh deinen Fragen auf den Grund, stelle dich ruhig deinen Sorgen, dass es unangenehm wird. Denn das wird es auf jeden Fall. Zu erkennen, dass so wie du bisher mit dir umgegangen bist, etwas rüpelhaft war, ist unschön. Andererseits schaffst du dir dadurch eine Menge Steine aus dem Weg, du befreist dich von Ausreden und Unaufrichtigkeit dir selbst gegenüber. Du lässt Altlasten los. Du löst dich von fremden Abhängigkeiten. Du machst dich frei.

Und wenn du am Ende feststellst, dass du es einfach nicht lassen kannst mit dem Streben nach Anerkennung und Bewunderung, dann wende dich an eine ganz bestimmte Person. Eine Person in deinem Leben, die dir das zusprechen kann. Mach dich auf den Weg, diese Person zu finden. Mach dich auf den Weg, um dieser Person näher zu kommen. Mach dich auf den Weg, diese Person zu erreichen – Mach dich auf den Weg zu dir selbst!

Mach dich selbst zu deiner besten Ausrede, mach dich geltend, setz dich ein – für dich! Deine beste Ausrede bist du selbst!

Von ganzem Herzen
deine Anja Buntz

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