Woran glaubst du?

Was gibt dir in deinem Leben Halt?

Schon länger möchte ich einen Beitrag über Glaube veröffentlichen. Den letzten Impuls hierzu gab mir der Glaubensweg. Diesen kann man auf dem Vigiljoch (Lana/Bozen, Italien) gehen. Verschiedene Stationen regen hierbei zum Nachdenken an und beschreiben die Themen Entscheidung, Offenheit, Freiheit, Leben, Geborgenheit und Grenzen.

Hierbei frägst du dich vielleicht, was haben diese Themen mit dem Glauben zu tun? Ich würde behaupten eine ganze Menge.

ENTSCHEIDUNG – Was möchte ich Glauben? Für was stehe ich ein?
OFFENHEIT – Wie offen bin ich für Glaube? Wie offen stehe ich zu meinen Überzeugungen?
FREIHEIT – Wie kann mich Glaube befreien? Schränkt mich mein Glaube ein?
LEBEN – Was bewirkt Glaube in meinem Leben? Wie kann ich meinen Glauben leben?
GEBORGENHEIT – Wieviel Halt und Schutz bietet mir mein Glauben?
GRENZEN – Wo stoße ich mit meinem Glauben an Grenzen? Wo hilft mir der Glaube, Grenzen zu überwinden?

ENTSCHEIDUNG. Ich bin der Meinung, dass du selbst entscheiden kannst, was du glauben möchtest. Dass du den Weg wählen kannst, an den du voll und ganz glaubst.
OFFENHEIT. Ich denke, dass du offen zu deinem Standpunkt stehen sollst. Dass du dir keinen Kopf darüber zerbrechen solltest, was andere darüber denken, wie du dich und deine Überzeugung ausdrückst.
FREIHEIT. Ich finde, dass dich dein Glauben stark machen kann und dir Energie verleiht, dass er dir das Gefühl von Freiheit zu vermitteln kann.
LEBEN. Ich bin davon überzeugt, dass ein fester Glaube – egal an was und wen – zum Leben dazugehört und dass du umso intensiver lebst, je fester du an etwas glaubst.
GEBORGENHEIT. Ich denke, dass dir dein Glaube dann Halt und Schutz bietet, wenn du einmal nicht so gut drauf bist. Wenn du daran glaubst, dass irgendwann wieder die Sonne für dich scheinen wird.
GRENZEN. Ich bin der Meinung, dass dein Glaube dich weit über deine Grenzen hinauswachsen lässt. Wenn du an dich, deine Kraft, deine Kompetenzen und deine Qualitäten glaubst.

Dabei distanziere ich mich von der Ansicht, dass Glaube immer im Zusammenhang mit einem Gebäude oder einer Religion stehen muss. Glaube kann allein aus dir heraus entstehen, aus deiner Überzeugung, aus deiner Natur. Du kannst an dein Paar Glücksturnschuhe glauben, oder an die Kraft des Mondes. Was auch immer deinen Glauben ausmacht – glaube weiterhin daran. Er führt dich durch weniger gute Zeiten und lässt dich in sehr guten Zeiten noch höher fliegen.

Und wenn du noch nicht so weit bist, an irgendetwas fest glauben zu können, dann hab Geduld. Glaube braucht Zeit, muss wachsen, muss reif sein. Dein Glaube sucht sich seinen Weg.

Wenn du aber erkennst und weißt, woran du glauben möchtest, dann tu‘ es von ganzem Herzen. Dein Glaube wird dir Kraft geben. Er wird dich vertrauen lassen – in dich selbst, in dein Leben und in dein Umfeld. Und wenn du Vertrauen hast, dann wirst du ruhig. Du spürst mehr Gelassenheit und kannst mehr Leichtigkeit in dein Leben bringen. Du kannst versuchen, dich zurückzulehnen und die Dinge auf dich zukommen zu lassen. Ein sehr entspannendes und angenehmes Gefühl kann das sein.

Also hör in dich hinein, frag dich selbst: Woran glaubst du? Was im Leben soll dir Halt verleihen!

Schön, wenn du dabei zuallererst an dich selbst denkst, an deine Stärken, an deine Talente, an deine Kunst. Glaub an dich! Es wird dich voranbringen.

Ich persönlich glaube an die Kraft des Herzens und an das Potential des Lachens. Ich glaube an die Liebe. Ich glaube, dass unser irdisches Leben nur ein Bruchteil unserer Seelenexistenz ist. Ich glaube an die Allverbundenheit und an eine Energie, die jenseits unserer Vorstellungskraft liegt. Ich glaube an die Stille und die Kraft, die sie in uns freisetzen kann. Und ich glaube an eine neue Zeit, eine Zeit in Frieden.

Von ganzem Herzen
Deine Anja Buntz

Musik Kevin MacLeod (Facile)
Fotos aus dem eigenen Fundus

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