Wandercoaching Plose

Wandercoaching auf der Plose in Südtirol

Wie lässt sich mein Alltag stressfrei bewältigen?

Während meiner Akquise-Reise nach Südtirol hatte ich die Möglichkeit für Wandercoaching ausgeschrieben. Hier durfte ich eine Klienten bei ihrer Thematik begleiten. Es ging darum zu betrachten und auch eine Lösung zu finden, wie der Alltag stressfrei bewältigt werden kann. Ich denke, das ist eine Sache, die uns alle angeht und die wir alle gut gebrauchen können. Und was bietet sich hier besser an, als eine derart entschleunigende Umgebung für ein Coaching zu wählen, wie die Bergwelt von Südtirol. Genauer lokalisiert waren wir auf der Plose unterwegs – ein Erlebnisberg bei Brixen im Eisacktal.

Also wenn du Lust hast, dann komm‘ gerne mit. Ich erzähle ein wenig über unsere Tour und über unsere Erkenntnisse an diesem Tag…

Meine Klientin ist sehr unzufrieden und auch etwas erschöpft, als wir mit dem Wandercoaching beginnen. Bei einer ersten Erzählung berichtet sie mir von ihrem Alltag und welchen Herausforderungen sie sich gegenüber sieht. Das sind Dinge wie Vollzeitjob, Haushalt, Familie, Freunde… Nichts Außergewöhnliches. Dennoch ist der Alltag so getaktet und gefüllt, dass sehr wenig Zeit für sie selbst bleibt. Seit ein paar Wochen nimmt sie also wahr, dass ihr etwas fehlt und dass sie gerne mehr Freiraum zum Durchatmen hätte, dass der Stress weniger wird und sie nicht ständig das Gefühl haben muss, der Zeit hinterher zu laufen.

Alles klar!

Sie erzählt mir, wie eine „ganz normale Woche“ bei ihr aussieht. Während wir ganz relaxt und ohne Zeitdruck den WoodyWalk auf der Plose gehen. Schon während dem Erzählen wird meiner Klientin bewusst, wie voll ihr Terminkalender eigentlich ist. Wir rechnen also nochmal nach: Termin für Termin, Aufgabe für Aufgabe, Verpflichtung für Verpflichtung – wieviel Zeit bleibt eigentlich nur für sie selbst? Die Überraschung ist groß als auffällt, dass sie im Grunde null Stunden zur Verfügung hat, in denen noch überhaupt nichts geplant ist (Schlaf, Essen, Körperpflege…alles haben wir berücksichtigt).

Soweit so gut. Ich mache einen kleinen Cut in unserer Auflistung und frage nach, was Stress für sie bedeutet und bekomme einen Eindruck, wann es für sie wirklich unangenehm wird und welche Empfindungen Sie dabei hat. Zwischen drin erkläre ich meiner Klienten, was Stress bedeutet, woher er kommt, was er mit uns macht – körperlich und mental – und ich teile ihr mit, worauf es bei dem Thema Stressbewältigung ankommt. Dann frage ich nach: „Was denkst du darüber?“

Erkenntnisgewinne

Die Klienten denkt nach… ich lasse ihr bei jedem Gedankengang genügend Zeit zum Nachdenken und Ausmalen ihres neuen Alltags, ihres neuen Weges. Das kommt mir zu Gute, denn in dieser Zeit kann ich den Ausblick und die wunderbare Natur um mich genießen. Frische Bergluft, sattes Grün, Bergmassiv, der weite Blick, die Höhe, die Sonne, der Duft nach Holz – unbezahlbar!

Immer wieder stellt sie mir Zwischenfragen. Es sind meines Erachtens hypothetische Fragen. Aber das weiß in diesem Moment nur ich. Das sie selbst bereits weiß, wohin es gehen wird, das ist ihr noch nicht hundertprozentig klar. 🙂 Aber wir nähern uns dem Ziel. Sprichwörtlich sogar, denn wir sehen schon die Rossalm, bei welcher wir rasten und gut was essen werden.

Ein paar Impressionen unserer Coachingerfahrung

Und dann kommt plötzlich eine Antwort neben mir. „Es ist zu viel eingeplant. So geht das für mich nicht. Der Stress ist deshalb da, weil ich keinen Platz in meinem Leben finde!“ Dann frage ich weiter nach und möchte von ihr wissen, wie wichtig und dringlich all die Dinge in ihrer Woche sind. Wir gehen Schritt für Schritt weiter – im Außen wie im Innen. Wir machen Meter zu Fuß und wir machen Meter im Geiste. Es kommt eins zum andern und nach und nach kommen die Erkenntnisse, woher der persönliche Stress meiner Klientin kommt.Zu wenig Zeit für Erholung und für sich selbst. Nun haben wir zur rationalen Berechnung (siehe oben) auch ein Gefühl, das sie unbedingt braucht, um die Veränderung in Gang zu bringen. Sie erkennt also, dass sie es ist, die die Veränderung in der Hand hält. An ihr liegt es, neu zu denken, neu zu planen, neu zu leben.

Ich zücke meine kleinen Utensilien, um das Ergebnis und die Erkenntnisse zu visualisieren. Wir gewichten die Aufgaben und Pflichten und wir gewichten die Wünsche und Bedürfnisse meiner Klientin. Wir füllen die Schale der Energie. Wir planen weitere Schritte, die es nun umzusetzen gilt. Und wir notieren uns, was als erstes zu tun ist, was danach folgt und wie es gelingt, an der Veränderung dran zu bleiben und die Lust daran aufrecht zu erhalten.

Die Stärkung

Zwischenzeitlich haben wir auch die Alm erreicht, wo wir uns ebenfalls energetisch versorgen. Ich nehme Spaghetti Tomate und meine Klientin den Kaiserschmarrn (Ich darf probieren und es ist bei Weitem der leckerste, den ich je gegessen habe. Ohne Schmarrn! =D ) Während dem Essen reden wir weiter über den Plan und dabei werden wir immer philosophischer. Immerhin haben zu diesem Zeitpunkt Pause und genießen schlichtweg das Leben. Der Ausblick (siehe Bilder) tut sein Übriges.

Nach der Stärkung geht es dann auf den Rückweg und meine Klientin berichtet mir, dass es nun viel leichter geht, viel beschwingter und dass der anfängliche Ballast zwar immer noch da ist, aber das Gefühl dazu ein ganz anderes. Sie will nun anpacken und verändern. Auf dem Rückweg bearbeiten wir dann weiter den Plan der Umsetzung. Was gibt es als allererstes zu tun? Wie bringt sie neue Routinen in ihren Alltag? Wie kann sie sich langfristig die Erlaubnis geben, nichts zu tun und dabei kein schlechtes Gewissen zu haben. Was passiert, wenn sie zuhause ankommt? Wie kann sie das momentane Gefühl „einpacken“ und mit nach Hause nehmen?

Viel viel schneller geht der Rückweg, sodass wir bald am Ausgangspunkt unserer Rundwanderung angekommen sind. Und hier frage ich meine Klienten zum Abschluss: „Wie geht es dir?“ Ich frage sie auch: „Was würdest nun an meiner Stelle zu dir selbst sagen?“ Sie antwortet, dass es ihr gut geht, sie sich freier fühlt und dass sie sich darüber freut, selbständig darüber entscheiden zu können, wie ihre Woche und ihr Alltag aussehen können. Und sie möchte sich sagen, dass sie es wert ist, Pausen und Ich-Zeiten leben zu dürfen, dass sie stolz auf sich ist und beeindruckt davon, wie gut sie ihren Ausweg erkannte.

Lösungsenergie

Und da ist dann auch die Lösungsenergie, die ich gerne spüre, wenn sich meine Klientinnen nicht nur geistig, sondern auch emotional auf ihren Weg machen.

Ich gebe ihr noch ein paar weitere Tipps mit auf den Weg. Kleine Alltagshelfer, die immer und überall mit wenig Aufwand eingesetzt werden können. Und ich teile ihr noch mit, dass Stress als Synonym für Alltagspflichten immer da sein wird. Dass eben darauf ankommt, wie man damit umgeht und welche Sichtweise man dazu hat. Es zählt die Wahrnehmung der Situation und der damit zusammenhängenden Befindlichkeit. Wie geht es mir damit, in diesem Moment? Diese Frage soll sie sich so oft wie möglich stellen…

Sie dankt mir abschließend für diese gemeinsame Zeit und ich bedanke mich auch, für das Vertrauen und für die Offenheit, die ich erfahren durfte. Für mich selbst im Stillen bedanke ich mich, für diese wundervolle Art der Arbeit, die ich erfahren darf und für das Glück, das ich dabei empfinden kann.

Dann machen wir uns auf die „Heimreise“, zurück ins Hotel MY ARBOR. Hier werden wir so lieb und wertschätzend begrüßt, dass es wohl keinen besseren Abschluss für das Wandercoaching geben kann. Und dann nimmt sich jeder von uns die Zeit, sich zurückzuziehen, zu reflektieren und zu genießen. Dieses Erlebnis hat man nicht alle Tage! 🙂

Ich hoffe, ich konnte dir einen schönen und kleinen Einblick in das Erlebnis Wandercoaching geben. Wenn du auch einmal das Bedürfnis danach verspürst, dann melde dich jederzeit. Ich erzähle dir nämlich auch gerne persönlich davon.

Von ganzem Herzen
Deine Anja Buntz

Foto aus dem eigenen Fundus

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