Weihnachtsgedanke

Mein persönlicher Weihnachtsgedanke

Ein Rück-, Tief- und Ausblick zum Ende des Jahres 2018

Nun war es etwas länger still um mich persönlich und um meinen Weg. Das möchte ich jetzt in Verbindung mit den anstehenden Festtagen und dem Jahresende nutzen und ein paar Worte aus dem Nähkästchen spendieren. 😉 Diese Worte möchte ich gleichzeitig an das Thema Weihnachten knüpfen und an den Ausblick für ein neues, wundervolles Jahr. Also wenn du Lust hast, dann sei Teil meiner kleinen aber feinen Plauderrunde im Dezember 2018.

Jährlich grüßt das Chaos

Für mich persönlich ist es in diesem Jahr präsenter denn je. Weihnachten 2018 ist für mich endlich Weihnachten. Viele, viele Jahre waren Liebe, Harmonie und das Gefühl der Verbundenheit an Weihnachten so weit entfernt, wie die Erde von der Sonne. Zu jeder anderen Jahreszeit waren mir diese Themen weitaus vertrauter und auch näher. Was auch immer es war (ich weiß es schon, nur geht das hier zu tief ins Nähkästchen 😉 ), es ist nun weg und ich lebe meine Werte nun auch zur Weihnachtszeit. Und daher freue ich mich umso mehr auf die Festtage, auf das Stillwerden und auf das Zusammenkommen – auf ganz besondere Art und Weise!

Ein Grund, weshalb ich es dieses Jahr anders empfinden kann, ist sicher auch meine persönliche Entwicklung. Mein Weg, meine Kämpfe, meine Tiefen und meine Höhen, die ich im vergangenen Jahr erleben konnte. Es gab so manche Wochen (meine Newsletter-Leser und -Leserinnen haben davon mitbekommen), in denen ich wirklich durch das tiefste Tal wanderte und in denen ich einfach nur versuchte „zu überleben“. So hart es klingt, aber wer neue Wege beschreitet bzw. sein Leben komplett umkrempelt, der erlebt nicht immer nur Rückenwind und glasklare Sicht. Sondern auch diese Menschen haben Herausforderungen zu meistern. Wer also seine Herzensaufgabe findet, der wird ebenso hart dafür kämpfen und vor allem durchhalten müssen. So gab es wie gesagt viele, viele Tage, an denen es darum ging, durchzuhalten!

In diesen Phasen ist es so wichtig Menschen zu können, die einem Kraft, Hilfe und Zuversicht geben. Die es gut mit dir meinen und die dir dann Liebe schenken, wenn du sie am meisten brauchst. Wenn du sie dir selbst nicht geben kannst. Ich bin so unendlich dankbar darüber, dass ich in meinen schweren Phasen, solche Menschen in meinem Leben begrüßen und kontaktieren kann. Sonst hätte ich es nicht geschafft. Die Kraft die in einem selbst innewohnt, reicht so manches Mal einfach nicht aus. Und hier gibt’s keinen Stolz und keine falsche Bescheidenheit – wenn du Hilfe brauchst, dann nimm sie an! Ohne zu Zögern! Das Leben schenkt sie dir einfach so, ungezwungen und ohne etwas dafür zu verlangen!

Wenn’s klickt

Es war wohl auch mir bestimmt, meine Sorgen und Ängste zu teilen, abzugeben und loszulassen. Ich kann dir gar nicht mehr genau sagen, ab welchem Zeitpunkt es sprichwörtlich „klick“ machte, aber im Spätsommer was plötzlich alles anders. Ich war mir meiner schweißtreibenden Aufgaben nach wie vor bewusst, nur nahmen sie nicht mehr diesen Platz in meinem Leben ein, den sie vorher hatten. Alle Ängste hatten keine Kontrolle mehr über mich. Sie waren „gezähmt“. Versteh mich nicht falsch: sie sind mir nach wie vor bewusst, aber sie haben keine Auswirkungen mehr auf meinen Körper, auf meine Psyche und mein seelisches Befinden. Und ich glaube, hier habe ich einen weiteren wichtigen Schritt in meinem Unternehmerinnendasein getan. Der Umgang mit der schweren (Existenz-)Last, die man auf den Schultern trägt. Gerade, wenn man Existenzgründerin ist. Um es mal deutlich zu sagen: „Bis der Laden läuft, dauert es einfach. Und so lange musst du durchhalten!“ Und gerade dieses Durchhalten muss erst einmal erlernt werden. Man muss schon wirklich damit klar kommen. Man muss austarieren, ein gesundes Gleichgewicht halten, nicht zu sehr aus dem Fenster hängen und gleichzeitig etwas wagen! Und so hat es dieses Jahr „klick“ gemacht.

Mit diesem Klick kam dann eine weitere Woge der Entwicklung. Da ich mich in meiner weniger guten Phase sehr viel mit mir selbst beschäftigt habe, bin ich mir selbst auch immer noch näher gekommen. Wie im Zwiebelprinzip wurde ich meiner immer mehr bewusst. Das Interessante dabei war, dass ich bei Weitem nicht mehr der Mensch bin und vor allem auch sein möchte, der ich die bisherigen 30 Jahre war. Bzw. war ich der Mensch schon immer. Das Bild von mir war einfach nicht das echte, das wahre, das unverfälschte! Und ich kann dir sagen, es gibt nichts Erleichternderes, als das eigene Ich endlich zeigen zu können. Aus tiefstem Herzen und aus tiefster Überzeugung, ohne Scham und Gedankenkarussell. Sobald du es schaffst so zu dir zu stehen, was dich in deinem Wesen wirklich ausmacht, dann bist du frei! Tja, und dieses Freiheitsgefühl begleitet mich nun schon mehrere Wochen und Monate. Ob das wohl gerade der Berg und der Gipfel nach dem langen dunklen Tal sind? Wer weiß?! Es tut auf jeden Fall gut, ein paar weitere Schichten losgeworden zu sein. Es lebt sich leichter oder wie Silbermond zu singen vermag „Es reist sich besser, mit leichtem Gepäck…“

Persönliche Impressionen aus dem Jahr 2018

Der Weihnachtsgedanke – Erstmal öffnen…

Und so schleicht sich leise, langsam und sicher bereits seit Herbst (nach dem Tal) der Weihnachtsgedanke ein. Was ich nun zum Anlass nehme, um diesen auch auszuformulieren. Was bedeutet also Weihnachten für mich? Allem voran bedeutet es für mich, sich mehr als sonst zu öffnen. Menschen, die generell offen sind für Neues, fällt dies nicht allzu schwer. Menschen, die eher introvertiert sind, leise und bedacht leben, denen fällt es vielleicht nicht ganz so leicht. Was auch immer du für ein Typ Mensch bist, was dein Wesen ausmacht, welche Charakterzüge du auch immer hast, ich kann dir so sehr empfehlen, dich zu öffnen. Dadurch wirst du die Schönheit in deinem Leben erkennen. Du wirst sie spüren und du wirst sehen, dass dir so viel Gutes begegnet. Öffne dich und sei offen für alles Neue, für Unvorhergesehenes, für das Abenteuer und für die Geschenke, die dir das Leben macht. Öffne dein Herz ganz weit. Ein offenes Herz erkennst du, wenn du grundlos lächeln kannst, wenn deine Augen strahlen, ohne jeglichen äußeren Einfluss. Ein offenes Herz erkennst du, wenn es eine Selbstverständlichkeit für dich ist, anderen zu helfen, anderen den Vortritt zu lassen – ohne Groll – und mit anderen ins Gespräch zu kommen, über ein Kleinigkeit oder eine Situation, die euch beide in diesem Augenblick verbindet. DEIN offenes Herz erkennst du, wenn du im Moment keinen einzigen negativen Gedanken fassen kannst. Du erkennst DEIN offenes Herz, indem du augenblicklich Frieden in deinem Leben wahrnimmst.

Dann annehmen

Zu Weihnachten und weit darüber hinaus gehört für mich auch annehmen. Das Annehmen eines Geschenkes, ohne schlechtes Gewissen, dass man selbst keines zurück geben kann. Das Annehmen von Freundlichkeit und auch Offenheit, die einem entgegengebracht wird. Das Annehmen von anstrengenden Phasen, weil sie unsere gesamte Kompetenz verlangen, weil sie uns herausfordern und weil wir am Ende nur dadurch wachsen. Das Annehmen von Menschen, die unangenehm sind und uns im ersten Moment zu anstrengend sind. Diese Menschen sind unser Spiegel. Sie zeigen uns unsere Schattenseiten, die ebenfalls zur Annahme bereit auf uns warten. Diese Menschen erzeugen Reibung, weil die Situation eben nicht aalglatt ist. Und Reibung verursacht bekanntlich Wärme. Auch durch diese Menschen haben wir die Möglichkeit zu wachsen. Wir haben die Möglichkeit uns Stück für Stück näher zu kommen. Und am Ende führt das Allein zur Erkenntnis – uns geht quasi das Licht auf – was genau in unserem Leben wichtig für uns ist!

Dann tanzen

Der letzte Teil meines Weihnachtsgedankens umfasst das Tanzen! In den vergangenen Wochen wurde mir in meinem näheren Umfeld immer wieder aufs Neue vor Augen geführt, wie kostbar das Leben ist und wie schnell sich doch die Umstände ändern können. Darum gehört für mich inzwischen das ganz bewusste feiern des Lebens mit zu Weihnachten. Wir feiern im Christentum das Leben Christi, seine Geburt. Warum also feiern wir nicht auch unser eigenes Leben und seine Kostbarkeit, da es uns auf Erden begrenzt zur Verfügung steht. Warum feiern wir nicht wirklich jeden Tag als sei er etwas Besonderes? Warum tun wir es nicht und reden nur immer davon? Weshalb nehmen wir uns dafür nicht einfach die Zeit! Warum verschieben wir das Feiern immer auf später? Die Jahreszeit der vielen Festtage soll doch auch ein Anreiz dafür sein, dass wir die privilegierte Schönheit unseres Lebens schätzen und feiern. Dabei muss es nicht die rauschende Partynacht sein. Das Leben feiern geht auch in stillen Momenten, an dunklen Orten, in turbulenten Phasen oder umgeben von Fremden. Du selbst kannst dein eigenes Leben jeden Augenblick feiern. Feiere deine Erfolge, deinen Mut, dein Durchhalten, deine Power, deine Leistung, dein erreichtes Ziel… was auch immer es ist: feiere es! Und wenn du gerade kannst, dann dreh‘ die Musik! Tanze! Sei ausgelassen, kümmere dich nicht um befremdliche Blicke oder um die Nachbarn! Tanze und fühl dich lebendig! Lebe!

Und dann liebe!

Ja, und dann liebe! Alles und jeden, den du nur finden kannst. Das ist für mich Weihnachten und hier wünsche ich mir, dass Weihnachten alle Zeit stattfindet. In den Herzen der Menschen. Bei dir! Verschenke Liebe und nimm Sie dankend an. Für Weihnachten wünsche ich mir so sehr, dass dieses Gefühl viele, viele Menschen in sich tragen und es darüber hinaus auch weiter tragen. Wenn du das hier liest, dann schenke dem nächsten Menschen, der dir begegnet oder der dich ansieht einfach so ein grundloses Lächeln. Schenke ihm ganz kurz deine Aufmerksamkeit. Das ist Liebe. Und genau das ist es, was wir wirklich brauchen. Was wir zu Weihnachten brauchen und was wir das ganze Jahr über brauchen! Liebe! Begegne all dem Stress, der Hektik, dem Hass, Neid und der Missgunst mit Liebe. So befreist du dich immer wieder neu und bringst Leichtigkeit in dein Leben! Liebe!

Am Ende ist es auch die Liebe in meinem Leben, die sich seit Monaten immer mehr Platz freiräumt. In mir und in meinem Umfeld verschafft sie sich Raum, um einfach nur da zu sein. Die Qualität meines Lebens nimmt dadurch eine ganz andere Dimension an. Wenn ich es nicht selbst erleben würde, ich könnte es kaum glauben, dass es so einfach gehen kann. Aber aus eigener Erfahrung kann ich dir nun sagen, dass es funktioniert. Wann immer du die Möglichkeit hast, etwas aus Liebe – sprich liebevoll – zu betrachten oder zu tun, dann tu es! Am Ende wird es immer auch dir zu Gute kommen und dir gut tun. Es wird dein Leben bereichern. Du wirst den Weihnachtsgedanken verstehen. Und du wirst den Zauber von Weihnachten wahrlich erfahren!

Nun wünsche ich dir für die kommenden Tage eine freidvolle, segensreiche und auch stille Zeit. Genieße die herzerwärmenden Augenblicke und das Zusammenfinden von dir geliebten Menschen! Sei getragen von Harmonie und der festlichen Stimmung unter deinem Dach! Sei geborgen! Und sei beseelt vom Wunder deines Lebens. Merry Christmas and a Happy New Year!

Von ganzem Herzen
deine Anja Buntz

PS: Ich persönlich habe noch ein paar Dinge zu erledigen. Es steht noch ein Workshop an. Zur längsten Nacht des Jahres, der Sonnwendfeier, kommen wir zusammen, verabschieden alte und belastende Themen, die nicht mit ins neue Jahr sollen. Gleichzeitig begrüßen jeder individuell seine besonderen Lichtpunkte im Jahr 2019. Dann werde ich noch den Workshop im Kloster Benediktbeuern vorbereiten. Hier ziehen wir uns zwei Tage zurück und gestalten unsere Herzenswünsche aus. Daraus entsteht für jede Teilnehmerin ein besonderes Kunstwerk aus Naturmaterialien, das sie dann als Begleiter im Jahr 2019 immer an ihren ganz persönlichen Herzenswunsch erinnert, der verwirklicht und gelebt werden möchte. Im Mai wird’s einen Workshop geben, der sich mit deinem persönlichen Kraftbaum befasst. Auch der möchte vorbereitet werden. Tja und dann muss ich mir noch allerhand anderes, neues Zeugs einfallen lassen, was ich euch bieten kann! 😀 Seid gespannt was in 2019 noch alles auf euch wartet… Ich nutze die ruhige Zeit zwischen den Jahren, besonders die magischen Raunächte, um mich inspirieren zu lassen!

Beitragsbild by Joanna Kosinska on Unsplash
Impressionen aus dem eigenen Fundus

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